Engagement aus eigener Betroffenheit
Wir sind alle selbst Betroffene. Viele von uns haben einen langen Weg hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wurde. Häufig gingen den Diagnosen Jahre mit unklaren Beschwerden, zahlreichen Arztbesuchen sowie Fehldiagnosen oder Fehlbehandlungen voraus. Diese persönlichen Erfahrungen haben uns deutlich gemacht, wie wenig bekannt Gefäßkompressionssyndrome noch immer sind und wie schwierig es für Betroffene sein kann, eine Diagnose zu erhalten.
Viele von uns kennen aus eigener Erfahrung die erheblichen Einschränkungen, die chronische Schmerzen und andere Symptome im Alltag verursachen können.
Aus dieser gemeinsamen Erfahrung ist der Wunsch entstanden, aktiv etwas zu verändern. Mit unserem Engagement im Verein möchten wir dazu beitragen, Wissen über Gefäßkompressionssyndrome zu verbreiten, Betroffene zu vernetzen und langfristig zu einer besseren Wahrnehmung, Diagnostik und Versorgung dieser Erkrankungen beizutragen.
Unser Vorstand
1. Vorsitzend: Marlene Frey
Gelernte Grafikdesignerin und Initiatorin mehrerer Aufklärungsprojekte zu Gefäßkompressionssyndromen. Sie gründete nach ihrer eigenen Diagnose eine Selbsthilfegruppe für Betroffene und startete Anfang 2025 eine Aufklärungsseite inkl. Podcast namens „Vascular Voices“. Aus dem intensiven Austausch mit Betroffenen und ihren oft sehr ähnlichen Krankheitsgeschichten, entstand schließlich die Idee zur Gründung eines Vereins, um auf die Herausforderungen und Probleme von Menschen mit Gefäßkompressions-syndromen aufmerksam zu machen.
Marlene ist selbst von mehreren Gefäßkompressionssyndromen betroffen, darunter das Nussknacker-, May-Thurner- und Dunbar-Syndrom sowie als Folge dessen das Pelvic Congestion Syndrom. Zusätzlich wurden bei ihr Adenomyose und eine Pudendusneuropathie diagnostiziert. Bereits als Kind und Jugendliche litt sie unter Symptomen, die heute darauf zurückzuführen sind. Aktiv hat sie fast 10 Jahre nach der wahren Ursache ihrer Schmerzen gesucht. 2025 wurde bei ihr eine Nierenautotransplantation durchgeführt, um das Nussknacker-Syndrom zu beseitigen.
Als 1. Vorsitzende koordiniert Marlene die Vereinsarbeit und vertritt den Verein nach außen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung über Gefäßkompressionssyndrome, der Vernetzung von Betroffenen sowie dem Aufbau eines interdisziplinären Austauschs mit medizinischen Fachdisziplinen. Darüber hinaus verantwortet sie die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, einschließlich der visuellen Kommunikation und Außendarstellung.
2. Vorsitzend: Christine Grieger
Schatzmeisterin: Carina Rohner
Carina war viele Jahre im Bereich QHSE (Quality, Health, Safety & Environment) tätig und befindet sich seit 2024 in Erwerbsminderungsrente. Bei ihr wurden unter anderem Endometriose, Adenomyose, das Nussknacker-Syndrom, das Pelvic Congestion Syndrom, eine Pudendusneuropathie, hEDS, ME/CFS sowie Migräne diagnostiziert. Die Diagnose der Gefäßkompressionssyndrome erfolgte erst nach rund 25 Jahren Krankheitsgeschichte. Im Verlauf ihrer Erkrankung wurden insgesamt sechs Operationen zur Behandlung der Endometriose durchgeführt, darunter eine Hysterektomie sowie eine Neurolyse.
Ihre persönliche Krankheitsgeschichte mit zahlreichen medizinischen Eingriffen und einem sehr langen Diagnoseweg prägt ihr Engagement im Verein. Als Schatzmeisterin verantwortet sie im Verein insbesondere die finanziellen und organisatorischen Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung der Vereinsmittel, die finanzielle Planung sowie die Unterstützung des Vorstands in allen finanziellen Angelegenheiten.
Unser Team
Diana Jaitner
Mitglied
Katharina van den Bergh
Mitglied
Eva Zinser
Mitglied
Brenda Kahlau
Mitglied
Marie
Mitglied
Lisa Birkeneder
Mitglied
Hanna Rosenthal
Website
Mission und Vision
Aufklärung, Vernetzung und Austausch
Unser Verein setzt sich für eine fundierte Aufklärung, bessere Sichtbarkeit und eine stärkere Vernetzung im Bereich der Gefäßkompressionssyndrome ein.
Wir möchten Betroffenen eine verlässliche Anlaufstelle bieten, Orientierung schaffen und den Austausch von Wissen und Erfahrungen fördern. Gleichzeitig verstehen wir uns als verbindendes Element zwischen Betroffenen, medizinischen Fachdisziplinen und Wissenschaft.
Durch sachliche Information, interdisziplinären Dialog und Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten möchten wir dazu beitragen, das Verständnis für diese komplexen Erkrankungen zu verbessern und bestehende Versorgungslücken sichtbar zu machen. Unser Anliegen ist es, Wissen zugänglich zu machen, Strukturen zu stärken und eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Patient:innen, Medizin und Gesellschaft zu fördern.
Für eine bessere Zukunft in Diagnostik und Versorgung
Wir streben eine Zukunft an, in der Gefäßkompressionssyndrome frühzeitig erkannt, medizinisch fundiert diagnostiziert und fachübergreifend behandelt werden können. Betroffene sollen nicht mehr jahrelang auf eine Erklärung ihrer Beschwerden warten müssen, sondern Zugang zu Wissen, kompetenter Diagnostik und angemessener Versorgung erhalten.
Langfristig möchten wir dazu beitragen, dass Gefäßkompressionssyndrome im medizinischen System, in Forschung und Gesellschaft die Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten, die ihrer tatsächlichen Bedeutung entspricht. Eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Ärztinnen und Ärzten sowie wissenschaftlichen Einrichtungen bildet dafür die Grundlage.
Unsere 6 Ziele für mehr Sichtbarkeit und Anerkennung
Gefäßkompressionssyndrome sind komplexe und bislang unzureichend strukturierte Erkrankungen. Es fehlen klare Klassifikationen, verbindliche Leitlinien und eine flächendeckende diagnostische Sensibilisierung. Als Verein setzen wir uns dafür ein, diese strukturellen Lücken zu schließen und eine fundierte, interdisziplinäre und nachhaltig verankerte Anerkennung dieser Erkrankungen zu erreichen.
Ärztlicher Beirate
Gefäßkompressionssyndrome betreffen verschiedene Organsysteme und werden häufig erst spät erkannt. Eine bessere Einordnung dieser Erkrankungen erfordert daher den Austausch zwischen unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen. Der ärztliche Beirat unterstützt den Verein dabei, medizinische Entwicklungen einzuordnen, Informationen fachlich zu begleiten und den Dialog zwischen Medizin und Betroffenen zu stärken.
Die Mitglieder des Beirats bringen ihre jeweilige fachliche Expertise ein und stehen dem Verein beratend zur Seite. Gleichzeitig soll der Beirat dazu beitragen, Ärztinnen, Ärzte und Therapeutinnen sowie Therapeuten miteinander zu vernetzen und den interdisziplinären Austausch zu fördern.
Mit dem Aufbau dieses Netzwerks möchten wir langfristig dazu beitragen, das Verständnis für Gefäßkompressionssyndrome zu verbessern und den Austausch zwischen Betroffenen, medizinischen Fachpersonen und Forschung zu stärken.
Der Beirat übernimmt keine individuelle medizinische Beratung von Patientinnen und Patienten. Seine Aufgabe besteht vielmehr darin, die Aufklärungsarbeit des Vereins fachlich zu begleiten und zur Weiterentwicklung des Wissens über Gefäßkompressionssyndrome beizutragen.